Praxisbeispiele: UK

In den kommenden Jahren werden hier fortlaufend Praxisbeispiele für Präventivmaßnahmen gesammelt und veröffentlicht. Falls Sie Anregungen und Hinweise für weitere Beispiel haben, schicken Sie uns gerne eine Mail.

The Youth Civil Activism Network (YouthCAN)

Website: www.isdglobal.org

Ort: Ursprung im UK, heute mit Mitgliedern in über 130 Ländern

Arbeitsweise: Unterstützung von jungen Aktivist*innen. YouthCAN hilft durch Schulungen das Skillset der Aktivist*innen weiter auszubauen, damit sie in ihren Communities erfolgreicher arbeiten können. Der Fokus liegt auf P/CVE (Preventing and Countering Violent Extremism). YouthCAN tritt mit diesen Schulungen auch an politische Entscheidungsträger und von Radikalisierung bedrohte Personen heran.

Zeitraum: 2006 gegründet

Kurzbeschreibung: Das ISD liefert Ansätze zur Bekämpfung von Extremismus und Desinformation. Neben der politischen Beratung und der Forschung und Analyse werden verschiedene Trainings angeboten, um Fachkräfte zu stärken und fortzubilden.

Organisation: Institute for Strategic Dialogue

Förderung: Regierung, Stiftungen, Einzelpersonen

Manchester RADEQUAL Campaign

Website: www.makingmanchestersafer.com/mms/homepage/22/radequal

Ort: Manchester

Arbeitsweise: Communities sollen dazu befähigt werden Probleme zu identifizieren und Lösungen zu finden.

– Verständnis für die Belange und Herausforderungen verschiedener Communities schaffen
– Nicht nur Fokus auf Statistiken und Forschung, sondern auch auf weniger offensichtliche Dinge wie das Verhalten und die Einstellung einzelner Personen
– Vernetzung von verschiedenen Communities durch offenen Austausch

Zeitraum: seit 2015

Kurzbeschreibung: RADEQUAL arbeitet innerhalb der Communities, um eine Ausbildung von radikalen Tendenzen frühzeitig zu identifizieren. Das Programm soll Resilienz innerhalb der Stadtteile stärken und Gemeinschaften untereinander vernetzen.

Organisation: Making Manchester Safer

Förderung: unklar

NIACRO

Website: www.niacro.co.uk

Ort: Nordirland

Arbeitsweise: Aufbau von Gemeinschaftskapazitäten, Nutzung der Erfahrungen und Erkenntnisse von Opfern von Hate Crime / Radikalisierung / Extremismus. Die Praxis basiert auf Fallarbeit, Gruppenarbeit sowie Gemeindeentwicklung. Die Praxis hat einen starken Bezug zur Überwindung der Struktur und Einstellung durch Einbeziehung einer Vielzahl von sozialen Akteuren.

Zeitraum: 1968 gegründet

Kurzbeschreibung: NIACRO ist eine freiwillige Organisation, die seit fast 50 Jahren daran arbeitet, die Kriminalität und ihre Auswirkungen auf Menschen und Gemeinschaften zu verringern. Hierfür wird an breites Portfolio an Projekten angeboten.

Organisation: NIACRO

Förderung: unklar

Rethinking Radicalisation (Community Dialogue)

Website: www.peace-foundation.org.uk

Ort: Nord-England

Arbeitsweise: Ein Programm für local Communities und Behörden, bei dem ein neutraler Safe-Space für Dialog geboten wird. In den Dialogveranstaltungen soll das Bewusstsein für Radikalisierung geschärft werden.

Zeitraum: Seit 2000

Kurzbeschreibung: Portfolio von Projekten, Ressourcen und Dienstleistungen. Die Arbeit besteht aus drei Kernkomponenten: Prävention, Lösung und Reaktion. Bei auftretenden Konflikten werden beispielsweise Bürgerdialoge initiiert.

Organisation: The Tim Parry Johnathan Ball Peace Foundation

Förderung: Fundraising und verschiedene Kooperationspartner, darunter: Ministry of Justice und Warrington Borough Council

Glencree Transformative Dialogue Process

Website: www.glencree.ie

Ort: Irland und Nordirland

Arbeitsweise: Durch einen Dialogprozess soll Raum geboten werden, die eigene Geschichte erzählen. Bspw. ehemalige Mitglieder paramilitärischer Organisationen oder junge Menschen, die gefährdet sind in politische Gewalt verwickelt zu werden. Im Austausch mit der Community sollen so die eigenen Handlungen und Konsequenzen reflektiert werden.

Zeitraum: Seit 1974

Kurzbeschreibung: In dem Projekt sollen Safe Spaces für den integrativen Dialog geboten und ein Prozess geschaffen werden, in dem Menschen unterschiedlicher Traditionen, politischer Überzeugungen oder kultureller Identitäten zusammenkommen können.

Organisation: The Glencree Centre for Peace and Reconciliation

Förderung: Staatliche Zuschüsse, Spenden